Obwohl Smartphone-Kameras mittlerweile Pixelzahlen erreichen, die denen von Digitalkameras nahekommen, fehlt ihnen aufgrund ihrer geringeren Größe bestimmte optische und mechanische Komponenten. Dieser Hardware-Mangel führt unweigerlich zu einer geringeren Bildqualität im Vergleich zu dedizierten Kameras. Um die Smartphone-Fotografie weiter zu verbessern, haben die Hersteller Bildstabilisierungstechnologien integriert. Bildstabilisierung ermöglicht es hochauflösenden Smartphone-Kameras, Ergebnisse zu erzielen, die denen von dedizierten Kameras näher kommen. Derzeit umfassen die Bildstabilisierungstechnologien für Smartphone-Kameras hauptsächlich: optische Bildstabilisatoren (OIS); algorithmische Stabilisierung; und High-ISO. Unter diesen sind die algorithmische Stabilisierung und die High-ISO-Stabilisierung am gebräuchlichsten. OIS ist bereits in Flaggschiff-Modellen mehrerer bekannter Hersteller implementiert, wie z. B. Nokias Lumia 920.
Im Folgenden finden Sie eine kurze Einführung in diese gängigen Bildstabilisierungsmethoden.
1. Die optische Bildstabilisierung (OIS) erreicht die Bildstabilisierung hauptsächlich durch magnetische Einkapselung und Aufhängung der Linse, wodurch Bildunschärfe durch Kamerawackeln effektiv vermieden wird. Dieser Effekt ist besonders ausgeprägt bei Digitalkameras mit großen Zoomobjektiven. Typischerweise erkennt ein Gyroskop in der Linse kleinste Bewegungen und sendet das Signal an einen Mikroprozessor, der sofort die zu kompensierende Auslenkung berechnet. Anschließend kompensiert eine Kompensationslinsengruppe die Richtung und den Betrag des Linsenwackelns und überwindet so effektiv die durch Kameravibrationen verursachte Bildunschärfe. Der Effekt der optischen Bildstabilisierung ist recht bemerkenswert; im Allgemeinen kann die Aktivierung dieser Funktion die Verschlusszeit um 2-3 Blendenstufen erhöhen und so unscharfe Freihandaufnahmen verhindern. Der Effekt ist für Anfänger sehr spürbar und bei Digitalkameras mit langem Zoom ist der Effekt ebenfalls sofort sichtbar.
2. Algorithmic Image Stabilization (ALS), auch bekannt als elektronische Bildstabilisierung, nutzt dynamische Vektoren zur Erfassung von Verwacklungen. Basierend auf diesen dynamischen Vektoren bestimmt sie die Richtung und das Ausmaß der Bildbewegung und nutzt dies als Referenz, um die Bildposition horizontal zu verschieben und so ein verwacklungsfreies dynamisches Bild zu erzeugen.